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22.06.2021 12:48 Alter: 1 year

Die Erlöser - Mittelschule erspült sich den 1. Platz

Kreatives Projekt im Fach Soziales erfolgreich bei Wettbewerb


Die Deutsche Umweltstiftung hat unter dem Motto: „Suffizienzdetektive- Einfach mitmachen!“ zu einem bundesweiten Wettbewerb aufgerufen, bei dem es darum ging, darüber nachzudenken, wie die knappen Ressourcen unseres Planeten geschützt werden können. Aquastopp - Klima topp… …so lautete das Thema, dem wir als 7te Jahrgangsstufe mit unserer Fachlehrerin Frau Sander im Unterricht in Soziales auf den Grund gegangen sind. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir haben einmal den Stöpsel aus dem Spülbecken gezogen. Wieviel Wasser wird eigentlich bei einem herkömmlichen Handspülgang verbraucht? Warum spülen Menschen aus südlicheren Ländern ganz anders, als hierzulande gespült wird? Und gibt es vielleicht Möglichkeiten, durch ein bewusstes Spülen Wasser zu sparen? Diese Fragen haben wir zusammen im Unterricht bearbeitet und sind dabei auf Erkenntnisse gestoßen, die uns zum Nachdenken angeregt haben. Wir haben alles Wasser, welches wir für die einzelnen Spülgänge benötigten mit Messbechern abgemessen. Dabei sind wir zu folgendem Ergebnis gekommen: Tatsächlich verbraucht man beim Spülen mit dem Stöpsel in einem herkömmlichen Spülbecken bei einem Spülgang ca. 15 Liter Wasser. Bei der anderen Methode, die wir getestet hatten - wir nennen sie „Schwammmethode“ kamen wir auf erfreulich weniger Wasser. Ca. fünf Liter werden bei gleicher Geschirrmenge verbraucht. Unser Gewinner Mr. Schwamm stand also schnell fest. Mr. Schwamm arbeitet zusammen mit einer kleinen Kunststoffschüssel. Diese wird mit Wasser und einigen Tropfen Spülmittel gefüllt. Zuerst wird mit Hilfe des Schwamms in der kleinen Schüssel durch kräftiges Drücken des Schwamms viel Schaum produziert. Mit diesem Schaum werden die zu spülenden Geschirrteile abgerieben und in das leere Waschbecken gestellt. Anschließend werden die einzelnen Geschirrteile unter einem dünnen Strahl Wasser klargespült. Wichtig dabei ist, dass das Wasser jedes Mal abgestellt wird, solange ein Geschirrteil zum Abtropfen auf die Abtropffläche gestellt wird. So entstand der Titel unserer Arbeit: Aquastopp- Klima top. Jetzt mussten unsere Ideen nur noch in einem Filmbeitrag, der die Länge von einer Minute nicht überschreiten durfte, gefasst werden. Genau zu dieser Zeit, als wir uns Gedanken und erste Versuche machten, einen Film mit Mr Stöpsel und Mr. Schwamm zu drehen, kam die Distanzphase, in der wir alle zu Hause bleiben mussten… Der Einsendeschluss des Wettbewerbes wurde zwei Mal verschoben – viele Ideen mussten verworfen werden. Aber am Ende hat es doch funktioniert! Wir konnten als Erlöser - Mittelschule Bamberg einen großartigen Filmbeitrag abschicken. Unser Trickfilm setzte sich gegen alle Mitbewerber durch und brachte uns einen stolzen 1. Platz ein. Wir konnten die Jury mit unserem kreativen Beitrag über das Wassersparen beim Abwasch überzeugen. Den Gewinn, vier Samsung Tablets, werden wir im Unterricht für Soziales zu Recherchearbeiten, zum Filmen und Fotografieren toll in der Lehrküche verwenden können. Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle auch an den Unverpacktladen in der Luitpoldstraße in Bamberg. Von dort haben wir seit unserer Testphase das Spülmittel. Es überzeugt uns durch den sparsamen Verbrauch und seine gute Abbaubarkeit. Damit noch mehr Menschen von unserer Spülmethode überzeugt werden - hier der Link zu unserem Film: https://suffizienzdetektive.de/preistraegerinnen/

Einfach mal ausprobieren!

Judith Sander